Zucht von Bartagamen

 Wer Bartagamen züchten möchte, sollte sich schon von vorn herein im klaren sein wieviel Arbeit auf einen zukommt und was da alles dazu gehört. Es sollten mehr als nur 1 Aufzuchtsterrarien zur Verfügung stehen damit man die kleinen trennen kann um einen Überbesatz im Terrarium zu vermeiden. Die kleinen  Bartagamen brauchen Futter, Licht (höhere Stromkosten) und viel Zeit. Und dann stellt sich die Frage habe ich schon Abnehmer, was mache ich mit den Tieren für denen es keine Interessenten gibt. Denn nicht jeder der gesagt hat so eine will ich auch haben würd dann auch eine nehmen wenn soweit ist.

Werbung und Paarung


Nach der Winterruhe sollte die Beleuchtungsdauer und Temperaturen im Terrarium innerhalb von ca. 2 Wochen wieder den Sommerbedingungen angeglichen werden. Meist dauert es dann nur wenige Tage, bis das Männchen seine Partnerin kopfnickend und mit abgespreizten zum Teil schwarz gefärbten Bart anbalzt. Zu Beginn der Brautwerbung würd das Weibchen noch fliehen wollen oder es versucht das Männchen durch ,, Ärmchendrehen" zu beschwichtigen. Einige Tage später ist dann das Weibchen ebenfalls paarungsbereit, läuft nicht mehr weg, und signalisiert mit liegestützartigen Bewegungen des Oberkörpers den Männchen ihr Paarungseinverständnis. Bei der Paarung beißt das Männchen sich im Nacken des Weibchens fest, schlingt seinen Schwanz um ihren und führt einen der beiden Hemispenisse in ihrer Kloake ein. Der Akt dauert maximal 2 Minuten. Derartige Paarungen können zwei- bis dreimal am Tag und über ein bis drei Wochen verteilt erfolgen. In der Folgezeit entwickelt das Weibchen zunehmend mehr Appetit und wird deutlich dicker. In dieser Phase muss man dem Weibchen viel hochwertige, kalorienreiche(Maus) Nahrung anbieten. Die ausreichende Versorgung mit Mineralien und Vitaminen ist für die trächtige Bartagme unerlässig. Bei Unterversorgung kann es zu Störungen während der Eiablage kommen.

Inkubation der Eier

 

Die Trächtigkeit dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Macht das Weibchen nach dieser Zeit trotz geeigneter Legeplätze keine Anstalten, Ihre Eier abzulegen, kann das zu Legenot führen oder hinweisen. Dann sollte das Tier so schnell wie möglich einen Tierarzt vorgestellt werden.

Der richtige Legeplatz
Das Weibchen gräbt ein paar Tage vor der Eiablage an verschieden Stellen im Terrarium Probelöcher, bis sie einen geeigneten Platz zur Eiablage gefunden hat. Spätestens jetzt sollte das Männchen und auch die anderen Weibchen aus dem Terrarium entfernt werden, damit sie beim Legen nicht stören. Ideal zur Eiablage ist eine mindestens 2o cm hohe leicht feuchte Sandschicht. Das Weibchen gräbt sich bis auf den Grund, legt dort ihre Eier ab und verschließt danach den Gang sorgfältig. Jetzt hat das Weibche ihre Arbeit getan und würde sich nicht weiter um die Eier kümmern.

Ausbrüten der Eier
Jetzt muss der Bartagamenhalter die Eier Vorsichtig wieder ausgraben. Innerhalb von 24 Stunden nach der Eiablage kann man die Eier noch drehen danach nicht mehr.Als Brutbox für das ausbrüten der Eier eignen sich am besten saubere leere Heimchendosen, die dann in einen Inkubator gestellt werden.Die Brutbox wird etwa zur Hälfte mit Vermiculite oder Perlite als Brutsubstrat gefüllt. Beide Substrate gibt es im Reptilienbörse/Internet/Zoofachgeschäft. Die Bruterde solllte leicht feucht sein. Ideal ist das Verhältnis von 1:0,8 bis 1:1 zwischen Substrat und Wasser. Die Eier werden dann so tief in die Bruterde gelegt das sie ca. ein Drittel noch herausschauen. Die Eier werden in den folgenden Wochen viel Feuchtigkeit aufnehmen und ihr Volumen erheblich vergrößern. Es empfiehlt sich einen Abstand von 2cm zwischen den Eiern zu lassen. Die Temperatur im Inkubator sollte bei 28-30 Grad und die relative Luftfeuchtigkeit sollte bei 95% liegen.Je nach Temperatur im Inkubator schlüpfen die Jungtiere nach 50 bis 70 Tagen. Das Schlüpfen kündigt sich meist schon 24 Stunden zuvor durch Tröpfchenbildung auf den Eiern an. Oft fallen die Eier auch kurz vor dem Schlupf ein. Die Jungtiere schlitzen die Eischale mit Hilfe ihres Eizahnes auf. Der Eizahn ist ein kleiner spitzer Dorn, der auf der Nasenspitze sitzt und sich kurz nach dem Schlupf verliert.

Aufzucht der Jungtiere


Die kleinen Bartagamen sind vom ersten Lebenstag an selbstständig. Damit die noch ungeschickten Jungtiere leicht zum Beuteerfolg kommen, zieht man sie in kleine Gruppen in einen ca. 60x50x50 großen einfach ausgestatteten Becken auf. Mit dem einfach ausgestatten Becken ist nicht gemeint das man auf Licht und Wärme verzichten kann, dies muss wie bei den ausgewachsenen Bartagamen zu 100% gewährleistet sein. Auf Bodengrund kann verzichtet werden hier eignet sich am besten Küchenrolle die kann man schnell und einfach auswechseln. Da die Jungen Echsen schnell wachsen brauchen sie hochwertige Nahrung( überwiegend kleine Insekten, Salat, Obst). Wichtig ist bei den kleinen das die Futtertiere bei jeder zweiten Fütterung mit einen Kalkvitaminengemisch bestäubt werden. Bei der Aufzucht mehrer Jungtiere in einen Aufzugbecken ist sicherzustelllen das rund um die Uhr Futter bereit steht, da es sonst zu gegenseitigen Beißen in Beine und Schwanz kommen kann. Weiterhin ist darauf zu achten das kein Tier von den anderen Jungtieren unterdrückt würd, solche unterdrückten Tiere müssen von den anderen getrennt und einzeln auf gezogen werden. Damit es nicht zur Unterdrückung kommt sollte man mehrere Sonnenplatze und alle auf gleicher Höhe anbieten.Die UV Bestrahlung (z.B. mit UltraVitalux, Abstand zum Tier) ist für Jungtiere auch ganz wichtig sie fördert die Entwicklung und stärkt den Organismus. Die Dauer der UV Bestrahlung sollte jeden Zweiten Tag für 30 Minuten stattfinden.

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Überarbeitet am20.01.2012

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