Beschreibung / Herkunft
Bartagamen oder auch Pogona Vitticeps genannt.
- Australien -
Man sollte immer nur einen Bock im Terrarium halten, da es sonst zu Unterdrückungen und zu Kämpfen führen kann!
Bartagamen können bis zu 60 cm groß werden, wobei die Männchen in der Regel etwas grösser werden können.
Farben
Bartagamen ändern ihre Farbe; sie kommen bei der Geburt sehr dunkel fast Schwarz zur Welt und werden, je nach Züchtung, später Orange,Rot,Gelb usw.
Futter
Lebend
Insekten wie Heimchen,Grillen Heuschrecken und Schaben.
Grünfutter/Obst
Eisbergsalat, Feldsalat, Rucola, Löwenzahn(auch die Büten).
Äpfel, Karotten, roter Paprika, Heidelbeeren, Erdbeeren......ebenfalls.
Am Besten vermischt man das Ganze mit Korvimin. Sephiaschale sollte man den Tieren ebenfalls reichen.
Bei der Fütterung von Insekten gibt es ein kleiner Trick.
Bevor Sie die Tiere füttern, stellen Sie die Box ca. 1 Minute vorher ins Gefrierfach; sie sind dann regungslos und die Heimchen lassen sich problemlos ins Terrarium packen ohne dass Sie gleich in
der ganzen Wohnung verteilt sind. Sie sind nun etwas starr und wachen dann auch schon gleich wieder auf. Aber dann sind ja schon die Barti's, da.
Ich besprühe die Tiere und die Deko regelmäßig mit Wasser wodurch Sie ihren Flüssigkeitsbedarf decken, da sie durch das Futter immer Wasser mit aufnehmen...
Terrarien
Hier ist Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Entweder Ihr kauft Euch ein Terrarium oder baut es Euch einfach selber.
Am längsten dauert es eigentlich die Rückwand zu bauen.
Zur Dekoration habe ich Wurzeln, Äste und Steine geholt, natürlich vorher unter heißem Wasser gründlich reinigen. Echte Pflanzen sind nicht geeignet,die Bartis würden sie fressen.
Boden
Für den Boden ist natürlich Sand am besten geeignet. Man kann hier Spielplatzsand, Vogelsand oder Terrariensand verwenden.
Den Spielplatzsand sollte man allerdings vorher im Backofen bei 200 Grad
ungefähr 20 Minuten "backen", um mögliche Bakterien abzutöten.
Temperatur und Licht
Die Durchschnittstemperatur sollte im Terrarium um die 28 Grad betragen,es sollten aber auch wärmere und kältere Stellen geschaffen werden.
Als beste Wärmebestrahlung ist eine Osram Vitalux mit 300 Watt geeignet, diese Bestrahlung sollte jedoch nicht länger als 30 Minuten bei einem Abstand von ca. 1 Meter auf die Tiere wirken.
Wichtig ist auch das UV Licht, es sollte einen UV-A Anteil von 40 % und einen UV-B Anteil von 10% haben.
Allgemeines
Inzwischen gibt es tausende von Namen die jeder Züchter
meint seinen Tieren geben zu müssen. Einige dieser Namen haben sich inzwischen Weltweit etabliert und werden von Bartagamen Liebhabern und Haltern auch direkt mit dieser Variante in
Verbindung gebracht. Im Prinzip basieren alle Varianten auf den Farben Gelb, Rot und Weiß. Den Schwarzanteil der Tiere versucht man in der Colorzucht relativ gering zu
halten um die Farben der Tiere nicht zu überdecken.
Ursprungsformen
Nominat
Dies ist keine spezielle Zuchtform sondern lediglich die
Wildform die meistens in Zoohandlungen Angeboten wird. Aus diesen Tieren sind alle Farbformen herausgezüchtet worden. Diese Tiere besitzen hauptsächlich eine graue Grundfärbung mit Schwarzer
Maserung. Einige der Nominattiere besitzen auch hin und wieder leichte rötlichbraune Anteile. Dies heißt nicht das es sich um Farbbartagamen handelt, aber aus solchen Tieren sind die
Farbzüchtungen entstanden.
German Giant
German Giant bedeutet eigentlich nur, das dies besonders große Tiere, mit einer grauen Nominatfärbung und einem länger gestreckten Körper wie andere Pogonas.
Anscheinend soll bei dieser Variante ein Pogona Vitticeps mit der östlichen Bartagame Pogona Barbata verpaart worden sein. Original sind diese Tiere Nominat Farben. Jedoch ist mittlweile schon
sehr viel Farbe mit hineingezüchtet worden, sodass man schon sehr schöne Colour German Giants findet.
Rote
Varianten
Blood
Die Bloodform ist verstärkt durch Kevin Dunne in den
USA etabliert worden. Diese Tiere besitzen als Jungtiere eine dunkelrote Farbmaserung die bei Adulten Tieren sehr oft bis in eine dunkelbraune übergehen kann.
Sandfire
Sandfire gibt es inzwischen tausend Varianten die zum Verkauf angeboten werden, aber nur wenige davon sind echte Sandfire Nachzuchten sondern eher Morph Tiere
verschiedenster Mischungen. Echte Sandfire Tiere gibt es eigentlich nur von der Sandfire Dragon Ranch aus der USA die diese herrlichen Tiere hervorgebracht hat und auch für die Namensgebung
verantwortlich ist. Mr. Mailloux hat sich den Namen Sandfire sogar als Warenzeichen eintragen lassen. Sollte jemand echte Sandfire aus der USA von Mr. Mailloux besitzen und mit diesen Tieren
Nachzüchten wären dies natürlich echte Sandfire und dürfen auch so benannt werden, aber nur diese und sonst keine. Die Färbung der Tiere ist Rotorangegelb und bedeckt den ganzen Körper inklusive
dem Bart der Tiere. Einige sagen das diese Tiere sogar Blaufärbung besitzen was ich aber bis jetzt nicht bestätigen kann
Chris Allen Red
Wie sollte es anders sein hat ebenfalls ein Amerikaner mit
Namen Chris Allen diese Variante selektiv gezüchtet. Die Färbung dieser Tiere ist eher dunkelrot mit einem hohen Magentaanteil. Diese Tiere sind komplett in dieser Färbung durchgemasert und auf
den ersten Blick direkt zu erkennen. Von dieser Variante gibt es in Deutschland sehr wenige Tiere.
Redflame
Wer diese Variante etabliert hat konnte ich nicht nachvollziehen, allerdings vermute ich dass es eine
Mischung zwischen Sandfire, Blood und Citrus Tieren ist da alle Elemente dieser Tiere vorhanden sind. Die Redflame Tiere besitzen ein Orange Rot an manchen stellen bis in ein leichtes Gelborange
übergehende Anteile.
Salomon Hypo
Die Salomon Hypo Variante stammt von Kevin Dunne und ist eine Morph Mix aus Snow
und Sandfire. Die Tiere reichen von rosafarbenem bis zu Orange, viele mit Lavendelmarkierungen. Als Adulte Tiere verliert sich häufig ihre Musterung und sie werden
patternless.
Gelbe Varianten
Citrus
Diese Variante ist durch Terri Sommella und Adam von Fire & Ice aus der USA gezüchtet
worden und auch ihr Markenzeichen. Sie bezeichnen sie auch als Citrus Color Morph oder Citrus 100% Color. Diese Tiere sind durchgehend Gelb wie eine Zitrone, haben fast
keine Schwarzmaserung was die 100% Color auch aussagen soll.
Sunburst
Sunburst ist wiederum eine von Kevin Dunne etablierte
Variante die ebenfalls eine Gelbe Färbung besitzt, allerdings auch Orange und Rotanteile beinhaltet. Diese Tiere sind im Gegensatz zu der Citrusvariante am ganzen Körper gemasert und besitzen zu
80-90% Gelbanteil, laut Kevin Dunne.
Weiße Varianten
Snow
Die Bartagamen mit der Bezeichnung Snow sind weiß mit einem
mehr oder weniger intensivem grauschimmer. Sie besitzen um die Augen einen Orangegelben Ring und haben kaum oder gar keine Zeichnung über dem Körper. Wer diese Variante etabliert hat ist mir
unbekannt aber Fire & Ice Züchtet inzwischen diese Tiere als Leucistic Mixed und erhält so wirklich Schneeweise Tiere, allerdings ist der Augenring fast nicht mehr zu sehen und es sind
Leucistische Tiere.
Sonderformen bzw. Varianten
Translucent
Diese Tiere wirken immer so als wären sie kurz vor der Häutung was die Haut ein wenig Transparent
erscheinen lässt. Die Tiere besitzen dabei schwarze Augen wobei ich auch schon welche mit braunen gesehen habe. Mittlerweile gibt es diesen Variante auch schon in allen möglichen Farben.
Diese Tiere werden in der USA recht teuer gehandelt und kommen schon fast an die Preise der Leucisten heran. Ihre Färbung, die
nur ganz wenig durchschimmert, kann absolut unterschiedlich sein.
Leucistic
Die Bezeichnung Leucistic bzw. Leucismus ist eigentlich ein Gendefekt der bei den
Nachzuchttieren weitervererbt werden kann. Das Interessante bei dieser Variante sind die Schwarzpigmente die bei den Leucisten überlagert werden. Weiterhin haben sie keine schwarzen Nägel sondern
klare. Die Leucisten werden von vielen mit hellweißen Tieren in Verbindung gebracht was aber Unsinn ist. Leucisten können in allen Farben Vorkommen, lediglich Leucisten die man mit
Hyposnows verpaart können sich als Schneeweise Tiere darstellen wenn die Genvererbung bei ihnen durchkommt. Also Leucistic bedeutet nur überlagerte Schwarzpigmente und klare Nägel. Die
Augenfärbung hat dabei nichts zu sagen.
Transleucist
Diese Sonderform der Zuchtbestrebungen ist eine absolute
Rarität unter den Pogona Vitticeps. Es ist eine Morphversion die beide Gendefekte der Leucistic sowie der Translucent Variante beinhalten. Diese Tiere sind Bildhübsch und genauso begehrt wie
selten.
Leatherback
Bei diese Zuchtform sind die Schuppen der Tiere fast nicht
mehr zu erkennen da sie deutlich kleiner sind als bei gewöhnlichen Bartagamen. Die Haut der Leatherbacks sieht aus wie Leder und ähnelt in der Strucktur einer Schlangehaut. Diese Tiere sind
relativ selten und werden verstärkt von Dachiu in der USA gezüchtet.
Silkback
Bei Silkback Tieren gehen die Bestrebungen der Profizüchter
unseres erachtens definitiv zu weit. Diese Tiere besitzen keinerlei Schuppen oder Stacheln. Sie sehen eher kurios aus als schön. Hoffentlich werden diese Tiere nicht weiter gezüchtet da dies
nichts mehr mit schönen Farbzuchten zu tun hat. Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters aber eine Bartagame sollte irgendwie auch noch wie eine Bartagame aussehen. Diese übertriebene
Züchtung kommt von einem Italiener.
Pastell
Pastelltiere haben wie der Name schon sagt eher blasse bzw. sanfte
Farbtöne. Darüber welche Farbe das Tier besitzt sagt der Name nichts aus weshalb auch immer die Farbe vor der Bezeichnung Pastell steht wie z.B. Orange Pastell.
Hypomelanistisch
Die Zusatzbezeichnung Hypo bezieht sich auf den Melaninanteil der Haut
wodurch die Schwarzpigmente reduziert werden. Diese Tiere nennt man hypomelanistisch. Im allgemeinen sind diese Tiere relativ hell von ihrer Grundfärbung und können in alle Farbvarianten
reingezüchtet werden. Ein weiteres Zeichen von Hypomelanistischen Tiere ist das die Krallenbasis klar ist, (allerdings nicht zwingend) wodurch viele ihre Tiere fälschlicherweise als
Leucistic bezeichnen. Einige gehen davon aus das Hypomelanistische Tiere einen Gendefekt haben was ich allerdings nicht bestätigen kann. Hypomelanistic bedeutet, soweit mir bekannt ist,
lediglich einen verminderten Melaninanteil unter der Haut.
Hypermelanistisch
Hypermelanistisch bedeutet genau das Gegenteil von Hypo, also zuviel
Melanin unter der Haut. Diese Tiere werden sehr Dunkel und sind eigentlich nicht so erwünscht in der Farbzucht da sie die Färbung der Tiere relativieren und Schwarz erscheinen
lassen.
Heterozygot (Het.)
Heterozygot bedeutet eigentlich nur, daß bei einer Kreuzung zwischen einem bspw. Leucisten und einem Roten Bartagame , Jungtiere
schlüpfen die nicht leucistisch sind. Diese Tiere haben dieses Gen jedoch in sich und können es in der nächsten Generation trotzdem weiter vererben.
Rainbow
Rainbow ist ein Name den mehrere Züchter aus Deutschland
ihren Tieren geben. Dies hat allerdings nichts mit einer etablierten Farbvariante zu tun. Es besagt lediglich das diese Tiere Multicolor sind, also das, was sehr viele Morphtiere besitzen ohne so
zu heißen. Wir haben ebenfalls schon mehrere solcher Tiere nachgezogen, nur geben wir ihnen keinen speziellen Namen. Wir bezeichnen diese schönen Morph Tiere als Tricolor
was natürlich ebenfalls keine gefestigte Variante ist, sondern nur besagt das diese Tiere dreifarbig sind.
Morph
Diese Bezeichnung eines Tieres heißt eigentlich nur das zwei verschiedene
Farbvarianten miteinander verpaart worden sind. Dabei entstehen Mischlinge oder Morphtiere die wiederum Genträger beider Elterntier Varianten und somit auf eine oder mehrere
Farbvarianten Het sind. Dies ist inzwischen eine gängige Praktik die wir begrüßen, da sehr schöne Mischungen dabei entstehen, die Inzucht ein wenig vermindert wird und der sowieso zu gering
vorhandenen Genpool unserer Tiere im Land ein wenig erweitert. Dies ist natürlich wünschenswert um gesunde und kräftige Nachzuchttiere zu erhalten.
Streifenmuster
Es gibt verschiedene Streifenmuster bei Bartagamen
womit eigentlich die Schwarzmusterung der Tiere gemeint ist. Je nachdem wie diese Musterung sich darstellt haben die Tiere folgende Zusatzbezeichnungen was nichts mit der Farbvariante zu tun
hat.
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Patternless |
Tiere die zeichnungslos bzw. ohne Muster sind |
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Stripped |
Tiere mit beidseits paravertebral verlaufenden Längsstreifen |
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Tiger |
Tiere mit über dem Körper Querverlaufenden Streifen wie bei einem Tiger |